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rund ums fasten

LEBEN IM JETZT

Fasten ist der stärkste Appell an die natürlichen Selbstheilungskräfte des Menschen, sowohl leiblich als auch seelisch gesehen.

Dr. Heinz Fahrner

Wissenswertes

Hier findest Du die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Fasten wird als der freiwillige Verzicht auf Nahrung über einen vorgegebenen Zeitraum definiert. Dabei unterscheidet man zwischen längeren Fastenperioden zu therapeutischen Zwecken und dem Kurzfasten für Gesunde Menschen. Während medizinische Fasten-Therapien bis zu 6 Wochen unter ärztlicher Aufsicht andauern können, wird das Fasten für Gesunde in der Regel über einige Tage bis maximal zwei Wochen durchgeführt. Kennzeichnend für das Fasten ist, dass der Körper seinen Bedarf an Mikro- und Makronährstoffen während der Zeit des Fastens aus körpereigenen Reserven bezieht und damit von der sogenannten “äusseren Ernährung” auf die “innere Ernährung” umstellt.

Fasten ist keine Crash-Diät und auch kein Hungern. Zudem ist Fasten keinesfalls mit psychosomatischen Erkrankungen wie beispielsweise Essstörungen u.Ä. zu verwechseln. Abnehmen kann ein Effekt einer Fastenkur sein. Allerdings sind für eine langfristig erfolgreiche Gewichtsreduktion die Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten notwendig. Eine Fastenkur unter falscher Anleitung bzw. Anwendung kann sich somit auch nachteilig auf das Körpergewicht auswirken. In erster Linie dient eine Fastenkur der Entgiftung von Körper, Geist und Seele, um diese wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Fasten bedeutet in erster Linie, eine Ruhephase für Körper, Geist und Seele. Man nimmt sich Zeit für sich, befreit sich vom Alltagsstress, um so auf körperlicher wie geistiger Ebene „herunterzufahren“. Bereits in der Anfangsphase des Fastens, d.h. während der ersten drei Fastentage, werden Herz und Kreislauf entlastet. Der Körper scheidet Giftstoffe aus und stellt auf die sogenannte “innere Ernährung” um. Dies bedeutet, dass der Körper zur Energiegewinnung auf die eigenen Reserven, namentlich die Fettdepots, zugreift. 

Die therapeutische Wirkung des Fastens ergibt sich insbesondere aus der Umstellung des Organismus auf die sogenannte Autophagie, d.h. die „innere Verdauung“ der Zellen. Der bewusste Nahrungsverzicht löst demzufolge körpereigene Prozesse zum Recycling von Zellmaterialien (z.B. Organellen, Proteinen und Zellmembranen) aus. Man kann sich das als eine Art zelluläre Müllabfuhr vorstellen, die durch das Fasten in Gang gesetzt wird. Diese „innere Verdauung“ ist wichtig, denn die Akkumulierung und Ablagerung alter Zellbestandteile im Körper kann unter Umständen zu Entzündungen und Krankheiten führen. Beispielsweise werden Proteinablagerungen vermehrt mit der Entstehung von Alzheimer und Krebszellen in Verbindung gebracht. 

Fasten kann den Abbau dieser Ablagerungen folglich unterstützen. Neben der Autophagie und der damit verbundenen Zellreinigung stimuliert Fasten u.a. auch das Wachstumshormon (Human Growth Hormone, HGH), mit welchem der Körper neue Zellbestandteile produziert. Unter diesem Gesichtspunkt könnte man Fasten als eine Art Zellreinigungs- und Verjüngungskur bezeichnen – altes Material wird abgebaut bzw. ausgeschieden und die Zellen werden erneuert. 

Seit Jahrtausenden fasten die Menschen in den verschiedensten Kulturkreisen. Dies zum Teil aus religiös-spirituellen, aber auch wegen der gesundheitlichen Vorteile, die Fasten mit sich bringt. So wurde die ayurvedische Panchakarma-Kur bereits vor 5000 Jahren zur Reinigung des Verdauungstraktes und zur allgemeinen Entgiftung des Körpers angewendet. Allgemein wird zwischen präventivem, therapeutischem und dem Kurzfasten für Gesunde unterschieden. Je nach Kulturkreis wurden mit der Zeit verschiedenste Methoden für das Fasten entwickelt. Zurzeit ist insbesondere das Intervallfasten weit verbreitet. Aber auch verschiedene Formen des Saftfastens oder Basen-Kuren sind beliebte Fastenarten. Gängige Fastenmethoden im deutschsprachigen Raum sind überdies neben dem Wasser- und Basenfasten u.a. das Heilfasten nach Dr. med. Otto Buchinger (Buchinger, 1935) und die Therapie nach Dr. med. F.X. Mayr (Mayr, 1921). 

Die Wahl der Fastenart ist ganz nach den individuellen Bedürfnissen zu treffen. Als Kriterien kann man beispielsweise die Intensität der Fastenkur, den Zeitraum sowie die Art der Fastenverpflegung in Betracht ziehen. Wen der Verzicht auf feste Nahrung gänzlich abschreckt, kann beispielsweise auch eine Basen-Fastenkur oder das Hildegard von Bingen Fasten in Betracht ziehen. Demgegenüber kann jemand, der seinen Magen-Darm-Trakt gänzlich entlasten möchte, das Buchinger-Fasten bevorzugen. Wie gesagt, das ist ganz individuell zu entscheiden.

Fasten ist für gesunde Menschen grundsätzlich geeignet. Fasten ist ein natürlicher Zustand, den unser Körper kennt und gut zu handhaben weiss. Gesund ist, wer sich wohl und leistungsfähig fühlt. Bei Unsicherheit und insbesondere bei regelmässiger Einnahme von Medikamenten ist eine ärztliche Abklärung im Vorfeld einer Fastenkur empfehlenswert. Für Menschen, die eher zu Untergewicht neigen, sollte zudem die Fastenmethode sowie die Dauer des Fastens sorgfältig bestimmt und allenfalls ärztlich betreut werden. 

Die Dauer einer Fastenkur für Gesunde bewegt sich i.d.R. zwischen 5 bis 14 Tagen. Ein tägliches Monitoring des körperlichen und geistigen Befindens des Fastenden unterstützt zudem bei der Bestimmung der individuellen Fastendauer. 

Fasten nach Buchinger berücksichtigt die „drei Dimensionen des Menschen“, d.h. die medizinische, psycho-soziale und spirituelle Dimension. Neben dem Verzicht auf Lebensmittel wird bei dieser Methode folglich nach dem Wortlaut von Otto Buchinger zudem Wert auf die „Diätetik der Seele“, d.h. Lektüre, Musik, Kunst, Natur, Humor und Meditation gelegt. Die Methode beinhaltet die Beschränkung der Nahrungszufuhr auf 1/4l Gemüsebrühe sowie 1/4l Obst- und Gemüsesäfte und bei Bedarf etwas Honig (30g). Wichtig ist v.a. eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit Wasser und Tees (mind. 2.5 Liter pro Tag). Die korrekte Durchführung einer Fastenkur sieht zudem Bewegung, Darmhygiene und Ruhe vor.

Eine gute Vorbereitung ist bekanntlich der Schlüssel zum Erfolg. Dies gilt auch für die Fastenkur. Idealerweise verzichtet man bereits eine Woche vor Beginn der Kur auf koffeinhaltige Getränke, um Entzugserscheinungen, wie beispielsweise Kopfschmerzen, während des Fastens zu vermeiden. Ebenso empfiehlt es sich, Zucker und tierische Produkte zu reduzieren. Dies unterstützt nicht nur bei der Entgiftung im Vorfeld, sondern bietet auch einen sanften Übergang in die Fastenzeit. Zwei Tage vor der Fastenkur sollten sogenannte Entlastungstage eingelegt werden, d.h. es werden leicht verdauliche pflanzliche Lebensmittel gegessen und es wird bereits auf eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr mittels Tees und Wasser geachtet. 

Wem es allerdings schwer fällt, sich bereits im Vorfeld auf eine Fastenwoche vorzubereiten, muss sich aber keine Sorgen machen. Die Vorbereitung soll nicht zum Stressfaktor werden – im Gegenteil! Der Fokus sollte insbesondere auf ein frühzeitiges “Herunterfahren” und Reduktion des Stresslevels liegen. Somit ist es wichtig, sich zur Vorbereitung auf die Fastenkur so zu ernähren, dass man sich wohlfühlt und kein unnötiger Stress entsteht. Gemeinsam entlasten wir den Körper dann am ersten Tag unserer Fasten-Retreats, sodass man so oder so ganz sanft in die Fastenkur starten kann.

Während des Fastens können (aber müssen nicht!) sogenannte Fastenkrisen, wie beispielsweise Kopfschmerzen, Schwindel, etc. auftreten.  Meist sind die Symptome auf Entgiftungs- (z.B. die Ausscheidung von Toxinen) oder Entzugserscheinungen (z.B. Kaffee) zurückzuführen. Neben körperlichen Symptomen können dabei auch seelische Symptome auftreten. Viele Fastende berichten beispielsweise von lebhaften Träumen in der Nacht, Schlaflosigkeit oder sie sind etwas reizbarer als sonst. Meist klingen die Symptome jedoch bereits nach den ersten Fastentagen ab und bereiten somit keine Schwierigkeiten im Fastenprozess.

Ein Fastenhoch, oder auch bekannt als Fasteneuphorie, bezeichnet den Zustand der Freude und Energiegeladenheit, der während des Fastens auftreten kann (aber nicht bei jedem Fasten eintreten muss). Meist spürt man nach dem dritten Fastentag dieses Glücksgefühl, welches auf eine erhöhte Serotoninfreisetzung (Glückshormon) sowie eine verringerte Kortisolausschüttung (Stresshormon) zurückzuführen ist. Kurz: Fasten versetzt manch einen von uns in pure Euphorie.

Unter dem Begriff Fastenbrechen versteht man das Beenden der Fastenkur durch Wiederaufnahme der Nahrungszufuhr. Kurz: Du darfst wieder essen! Allerdings wird das Fasten mit leichter Kost beendet, denn wir wollen deinen Körper ja nicht gleich überrumpeln. Im Nachgang ist ein sorgfältiger Aufbau essentiell.

Beim Fasten startet der Körper einen Entwässerungsprozess zum Ausscheiden von Giftstoffen. Damit ist natürlich auch eine Mineralausschwemmung verbunden. Allerdings kann man diese während der Fastentherapie wieder zuführen, damit keine Mangelerscheinungen auftreten. Die Ausscheidung von Kalium und Kochsalz erreicht bereits am ersten Tag das Maximum, während Kalzium und Magnesium erst gegen Ende der ersten Fastenwoche abgebaut werden. Somit besteht insbesondere beim Kurzfasten kein Risiko für einen Mangel an Mineralstoffen.

Durch die Entleerung und Ruhigstellung des Magen-Darm-Traktes sowie die Umstellung des Körpers in die sogenannte “innere Ernährung” treten Hungergefühle nur selten und wenn, dann meist in der Anfangsphase des Fastens auf (d.h. während der ersten drei Tage). 

Detaillierte Informationen zum sorgfältigen Aufbau erhalten unsere Teilnehmer im Rahmen des Fasten Retreats. Allgemein sollte man es nach dem Fasten erst einmal langsam angehen lassen und die Kalorienzufuhr langsam über eine Aufbauzeit hinweg steigern. Der Körper muss sich erst wieder auf die Nahrung einstellen. Schliesslich wollen wir ja so lange Zeit wie möglich von den positiven Effekten des Fastens profitieren. Dazu sollte die Kost leicht verdaulich sein, d.h. pflanzliche Nahrung und insbesondere basische Kost sind vorteilhaft. 

Ja. Aber langfristig bringt Fasten nur dann den gewünschten Gewichtseffekt, wenn die Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten umgestellt werden. Eine Fastenkur kann allerdings einen idealen Einstieg in eine Veränderung deiner Lebensgewohnheiten, Glaubenssätze und der Einstellung zum Leben nach dem Fasten bieten.

Während der ersten Fastenphase (1-3 Fastentage) greift der Körper für die Energieversorgung auf die Glycogenreserven (also die Zuckerreserven) aus dem Blutkreislauf, der Leber und der Muskulatur zurück. Sind diese aufgebraucht, werden die Fettdepots „angezapft“. Um ausreichend „Brennstoff“ für das Gehirn bereitzustellen, wandelt der Körper zusätzlich über die Gluconeogenese noch Protein zu Glucose um. Allerdings ist die Menge des Proteinabbaus verhältnismässig sehr gering und wird innerhalb der ersten 14 Fasttage vorwiegend aus entbehrlichem Protein aus dem Serum im Blutkreislauf, aus der Leber und dem Bindegewebe entnommen. Die ersten Fastentage über wandelt der Körper ca. 75 bis 100g Protein (das entspricht ca. 400kcal) in Glucose um. Der darüber hinausgehende Energiebedarf wird hingegen über die Fettreserven, d.h. ca. 160g Fett (das entspricht ca. 1450kcal), abgedeckt. Nach ca. 3 Fastentagen stellt der Körper jedoch seine Stoffwechselsteuerung um.

Das Gehirn verwertet nun nämlich die aus der Fettverbrennung entstandenen Ketonkörper wodurch sich der Glucosebedarf pro Tag massiv reduziert. In diesem Zustand der Ketose verbraucht der Körper nur noch ca. 20g Protein (d.h. ca. 100kcal) pro Tag, was lediglich 3-5% des täglichen Energieverbrauchs ausmacht. Dem Prozess des Muskelabbaus wird bei der Buchingermethode durch eine minimale Zufuhr von ca. 400kcal sowie durch ausreichend Bewegung entgegengewirkt. Fazit: Fasten geht nur in geringem Masse an die Muskelmasse an und verbrennt demgegenüber reichlich Fettreserven.

Evolutionsbedingt ist unser Stoffwechsel an längere Phasen ohne Nahrung gewöhnt und kann Schwankungen in der Nährstoffzufuhr gut ausgleichen. Der Körper deckt seinen Bedarf an Mikro- und Makronährstoffen während der Zeit des Fastens aus körpereigenen Reserven. Zudem setzt der Organismus eine Vielzahl an Vorgängen in Gang, um auf die Verknappung vorhandener Ressourcen zu reagieren. Beispielsweise schaltet er auf Fettverbrennung um, vermindert Verdauungs- und Assimilationsprozesse und kann somit sowohl den Zellstoffwechsel und auch die Zellerneuerung in Gang halten. Somit enstehen aus gesundheitlicher Sicht für einen Menschen mit guter Gesundheit keinerlei Nachteile durch das Fasten. Im Gegenteil, es können dadurch eine Vielzahl positiver Effekte erzielt werden, sowohl aus körperlicher, aber auch psychischer und sogar aus spiritueller Sicht. Weil das Fasten allerdings einen Einfluss auf den Stoffwechsel und damit beispielsweise auf Blutzuckerwerte und Blutdruck hat, sollte insbesondere bei regelmässiger Einnahme von Medikamenten im Vorfeld einer Fastenkur ein Arzt hinzugezogen werden. 

Unter Intervall-Fasten versteht versteht man das Fasten zwischen zwei Mahlzeiten. In der Regel wird bei intermittierendem Fasten die Nahrungszufuhr für 14 bis 16 Stunden gestoppt. In dieser Zeit versorgt sich der Körper durch Lipolyse und bildet Ketonkörper. Der Grundgedanke dafür ist, dem Körper ausreichend Zeit für die Verdauung zu geben, um in den Zustand der Lipolyse (auch bekannt unter Ketose) zu kommen. Beispielsweise reicht die Zeit für Lipolyse nach einem späten üppigen Abendessen bis zum Frühstück am Morgen allenfalls nicht aus. Lässt man das Frühstück in einem solchen Fall aus, kann man dennoch eine Fastenperiode von 14 bis 16 Stunden erreichen.

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