Tipps zum Umgang mit Stress

Was geschieht genau in unserem Körper, wenn wir “gestresst” sind? Und welche Mittel, mal abgesehen von dem oft gehörten Spruch: “Du musst dich ausruhen”, helfen wirklich bei Stress?Das schauen wir uns in diesem Artikel genauer an.

Warum macht Stress krank?

Wir alle kennen das Gefühl, im Hamsterrad zu sein. Stress ist ein allgegenwärtiges Phänomen, das in unserem Alltag häufig auftritt und zu Problemen führen kann. Und dennoch, oft sind wir uns gar nicht so richtig bewusst, wie tiefgreifend die Folgen von Stress für unseren Körper und auch unseren Geist sind und spüren erst, wenn bereits einiges im Argen liegt, dass etwas nicht stimmt. 

Was passiert im Körper bei Stress?

Einfach ausgedrückt ist Stress alles, das zu Anspannung in unserem Körper führt. Dabei sind die Ursachen von Stress vielfältig. Beispielsweise kann Stress sowohl mental und physisch, als auch intern wie extern verursacht werden. Dabei können ist es unerheblich, ob die Ursache positiv oder negativ ist. Im Alltag  sind wir dem entsprechend zahlreichen “Stressoren” ausgesetzt – seien es die verschmutzte Luft, eine schlechte Ernährung, belastende zwischenmenschliche Beziehungen, zu wenig oder zu viel Bewegung oder Unzufriedenheit im Job.

In der ayurvedischen Medizin wird Stress oft mit “Feuer” (sogenannten “Pitta”) verglichen. Ist das Feuer unter Kontrolle und wird es sinnvoll eingesetzt, dann hilft es uns dabei, unsere Ziele zu erreichen. In gewisser Hinsicht benötigen wir also ein “inneres Feuer” als persönlichen Antrieb und Motivation. Wenn das Feuer aber nun ausser Kontrolle gerät und wild zu lodern beginnt, droht die Gefahr, dass es uns “innerlich ausbrennt” – dann spricht man gemeinhin von “Burnout”. 

Wenn wir somit häufig gestresst sind und uns Stress zu kontrollieren droht, können uns bereits kleinste Aufgaben überfordern und wir empfinden alltägliche Situationen als überwältigend. 

Stress ist wie ein Gewürz - die richtige Menge bereichert den Geschmack eines Gerichts. Zu wenig lässt das Essen fade schmecken, zu viel schnürt einem den Hals zu.

donald a. tubesing

Kampf- oder Flucht-Modus

Der Ausdruck “Fight or Flight” -Modus wird oft dazu verwendet, um die Reaktion des Körpers auf Stress zu veranschaulichen. Man stelle sich vor, wie unsere Vorfahren in der Steinzeit von einem wilden Säbelzahntiger bedroht wurden. Da wird einem schnell klar, dass der Körper sich in dieser stressigen Situation für die Flucht oder für den Kampf gegen das wilde Tier vorbereiten musste.

Dasselbe galt übrigens auch im Fall eines Nährstoffmangels: Fehlten dem Steinzeitmenschen bestimmte Nährstoffe, setzte das seinen Körper unter Stress – genau, wie beim Beispiel mit dem Säbelzahntiger. Die Reaktion des Körpers macht deshalb Sinn, weil unser Ahne die zusätzliche Energie benötigte, um die notwendige Nahrung zu finden und um damit den Nährstoffmangel auszugleichen.

Da die Evolution seit der Steinzeit noch nicht so weit fortgeschritten ist, reagieren auch wir heute noch wie unsere Vorfahren aus der Steinzeit auf Stress: Mit dem Fight or Flight Modus. Der Mechanismus ist derselbe. Allerdings wird in der heutigen Zeit die Stressreaktion im Alltag nicht zum Überlebenskampf benötigt, was zu einer Überreaktion des Körpers auf für unser Überleben harmlosen Umständen führt. Obwohl die Stresssituationen heute somit weniger gravierend sein mögen, so treten sie doch sehr häufig auf – wir sind oft gestresst. Diese ständige Überreaktion führt folglich dazu, dass der Stress sich ansammelt, weil die vom Körper bereitgestellte Energie für den vermeintlichen Kampf oder die Flucht gar nicht benötigt wird. Diese Zustand führt langfristig zu Krankheiten.

Die Reaktion des Körpers auf Stress

Was geschieht nun im Körper, wenn wir gestresst sind? Oberhalb der Nieren sitzen die Nebennieren, das sind zwei kleine Drüsen, die eine grosse Rolle in der Stressreaktion des Körpers spielen. Bei erhöhtem Stresslevel schütten die Nebennieren die Hormone Cortisol und Adrenalin in die Blutbahn aus. Aus diesem Grund wird Cortisol oft auch als das “Stresshormon” bezeichnet.

Durch  den Ausstoss an Cortisol erhält unser Körper Energie – wie gesagt – zum Kämpfen oder Flüchten vor der vermeintlichen Gefahr. Natürlich variiert die Menge des ausgestossenen Cortisols je nach Situation. In der Folge werden wir hellwach, unsere Kraft steigt an und wir können Informationen schneller verarbeiten und reagieren auch rascher als gewöhnlich. Insgesamt sind wir dadurch also leistungsfähiger. Das wäre im Grunde genommen eigentlich ein wünschenswerter Zustand, wenn dieser dauerhaft aufrecht erhalten könnte. Dies ist nun leider nicht so.

Dauerstress macht uns krank

Die dauernde Stress-Belastung führt dazu, dass unsere Nebennieren buchstäblich müde werden. Zusätzlich greift die über längeren Zeitraum erhöhte Konzentration an Cortisol unser Muskelgewebe an und damit “frisst uns der Stress innerlich auf”. Der Domino-Effekt von Dauer-Stress greift weit, weshalb hier einmal die wichtigsten Bausteine aufgeführt werden, die jede Menge weitere gesundheitliche Probleme hervorrufen können.

Domino-Effekt #1

In Stresssituationen greift der Körper auf schnell verfügbare Energiereserven, das heisst Kohlenhydrate, zurück. Wir Menschen sind normalerweise “Fettverbrennungsmaschinen”. Weil der Fettstoffwechsel jedoch länger dauert und die Energie im Stress schnell bereitgestellt werden muss, wird jedoch auf die Kohlenhydrate zurückgegriffen. Und was passiert, wenn die Kohlenhydrat-Reserven aufgebraucht sind? Richtig, wir bekommen Heisshunger und sorgen mit dem Chocolate-Chip-Cookie für Nachschub.

Domino-Effekt #2

Die häufige Cortisol-Ausschüttung kann zu Veränderungen im Hormonhaushalt führen. Beispielsweise kann dies die Elektrolyt-Funktion des Körpers beeinflussen. Dadurch wird der Wasserhaushalt des Körpers gestört. Folgen können neben einer schlafferen Haut und Muskelkrämpfen auch eine verminderte Nährstoffversorgung der Zellen sein. Dies wiederum kann u.a. zu Nährstoffmängeln führen, was zahlreiche weitere Folgen nach sich ziehen kann. Ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt kann darüber hinaus auch zu verlangsamter mentaler Fähgikeiten führen und die Weiterleitung von Informationen des Gehirns an andere Körperteile beeinträchtigen, was dazu führen kann, dass wir uns langsamer bewegen.

Domino-Effekt #3

Die häufige Cortisol-Ausschüttung kann zu Veränderungen im Hormonhaushalt führen. Beispielsweise kann dies die Elektrolyt-Funktion des Körpers beeinflussen. Dadurch wird der Wasserhaushalt des Körpers gestört. Folgen können neben einer schlafferen Haut und Muskelkrämpfen auch eine verminderte Nährstoffversorgung der Zellen sein. Dies wiederum kann u.a. zu Nährstoffmängeln führen, was zahlreiche weitere Folgen nach sich ziehen kann. Ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt kann darüber hinaus auch zu verlangsamter mentaler Fähgikeiten führen und die Weiterleitung von Informationen des Gehirns an andere Körperteile beeinträchtigen, was dazu führen kann, dass wir uns langsamer bewegen.

Stress beeinträchtigt unsere Schlafqualität. Die erhöhte Cortisolkonzentration lässt uns nicht zur Ruhe kommen und wir haben Probleme mit dem Einschlafen (wir alle kennen wohl das berühmt berüchtigte “Gedankenkreisen nur allzu gut). Schlafmangel erhöht übrigens die Konzentration an Cortisol zusätzlich, weil der Körper kompensieren muss. Damit wird der Teufelskreislauf offensichtlich: Dem Körper mangelt es an Schlaf, aber durch den Stress ist es ihm nicht möglich, sich diesen zu verschaffen.

Die Liste an Krankheiten als Folge von dauerhaftem Stress ist entsprechend lang und es sollen deshalb an dieser Stelle nur die gängigsten genannt werden.

Dauerstress macht uns damit nich nur krank, sondern lähmt das gesamte System unseres Körpers. Folglich wir sollten ihn entweder versuchen zu vermeiden oder etwas dafür tun, um unser Stress-Level zu senken. 

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